Erweiterte Pflegepraxis (B.Sc.)

Die RFH bietet zum Wintersemester 2021/2022 den reakkreditierten 7-semestrigen Bachelor-Studiengang „Erweiterte Pflegepraxis, B.Sc“ mit einer pflegewissenschaftlichen Ausrichtung an.
Eine Kombination aus Pflegewissenschaft, Pflegeberatung, rechtlichen und ethischen Grundlagen sowie Projektmanagement. Die Wahlpflichtfächer werden für den Bereich Pflegeberatung, Pflegepädagogik, Praxisanleitung angeboten.

Key Facts

  • Studiengang: Erweiterte Pflegepraxis
  • Abschluss: B.Sc.
  • Studienformen: Berufsbegleitend hybrid
  • Studiengebühren 396 € / Monat zzgl. AStA-Beitrag
  • Studienstart: Wintersemester, Sommersemester
  • Aktive Studiendauer: 5 Semester (durch Anerkennung der ersten beiden Semester werden damit 7 Semester berücksichtigt)
  • Studienort/-region: Köln und hybrid
  • Credit Points: 180

Die Corona-Pandemie hat es gezeigt: Die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege ist im Bereich des Hygiene- und Infektionsschutzmanagements höher als erwartet. Der Studiengang „Erweiterte Pflegepraxis“ bietet in maximal fünf Semestern und einem Bachelor of Science-Abschluss eine Chance auf eine akademische Weiterqualifizierung.

Die RFH bietet „Erweiterte Pflegepraxis“ in der berufsbegleitenden Form als hybrid an. Eine Kombination aus einem überwiegend digitalen Studium mit ausgewählten Präsenzzeiten. Zugeschnitten auf Menschen, die Beruf, Studium und Familie vereinbaren möchten oder weiter weg wohnen.

Zielgruppe

Dieser Studiengang richtet sich an alle Studieninteressierte, die zusätzlich zur Hochschulberechtigung auch eine grundständige, dreijährige Ausbildung in der Kranken- oder Altenpflege mit einer anschließenden sechsmonatigen Berufserfahrung mitbringen. Zum Beispiel Gesundheits- und Krankenpfleger*in, Altenpfleger*in, Operationstechnische*r Assistent*in (OTA), Anästhesietechnische*r Assistent*in (ATA).

Akademische Qualifizierung

Die demographische Entwicklung in Deutschland sowie die Zunahme des medizinischen Wissens und der therapeutischen Möglichkeiten machen die kontinuierliche Qualifizierung aller an den Gesundheitsprozessen beteiligten Berufsgruppen dringend notwendig. Zur Stärkung der Spitzenmedizin in allen Leistungsbereichen ist es insbesondere erforderlich, die qualifizierte (Fach)Pflege den stark wachsenden Ansprüchen entsprechend weiterzuentwickeln und zu akademisieren. Aufgrund der sich ändernden ökonomischen Rahmenbedingungen ist es unerlässlich, eine immer effizientere und qualitätsorientiertere Patientenbehandlung durchzuführen, wofür insbesondere qualifiziertes Pflegepersonal nötig ist und gerade auch in der Zukunft sein wird.

Der Wissenschaftsrat hat bereits im Jahr 2012 „Empfehlungen zu hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitswesen“ formuliert, auch zu den Entwicklungen der Pflegekräfte in Deutschland. „Vor dem Hintergrund der üblichen Größe multidisziplinärer Teams hält es der Wissenschaftsrat für sinnvoll, 20 % eines Ausbildungsjahrgangs in den betrachteten Gesundheitsfachberufen akademisch zu qualifizieren. Ferner sollten Studienangebote entwickelt werden, die für ausgebildete, erfahrene Kräfte attraktive Möglichkeiten zur akademischen Weiterbildung für spezialisierte patientenorientierte Aufgaben sowie für Tätigkeiten in der Lehre und im Gesundheitsmanagement eröffnen.“

Studieninhalte

Der als Aufbaustudium konzipierte reakkreditierte Studiengang „Erweiterte Pflegepraxis (B.Sc.)“ bereitet die Absolvent*innen anwendungsbezogen und wissenschaftlich fundiert auf die tägliche Arbeitspraxis vor.
Das Studium ist konsequent ausbildungsorientiert ausgerichtet, vertieft pflegewissenschaftliches und beratungsrelevantes Basiswissen. Es vermittelt zudem medizinökonomische sowie medizin- und pflegerechtliche Grundkenntnisse. Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung erhalten die Studierenden fundierte Kenntnisse zu praxisorientiertem und patientenzentriertem Handeln.

Die Inhalte des Studiums sollen die Studierenden dazu befähigen, mit wissenschaftlich gesicherter Vorgehensweise und vertieften Kenntnissen in vor allem pflegerelevanten und pflegewissenschaftlichen Kontexten ihre Tätigkeit fortzuführen. Ein wesentlicher Fokus wird auf die pflegewissenschaftliche und beratungsorientierte Ausrichtung gelegt.
Im Wahlpflichtfachbereich besteht für die Studierenden zudem die Möglichkeit, das Zertifikat eines Praxisanleiters zu erlangen. Die Inhalte sind an das Curriculum für Praxisanleiterkurse gemäß den Empfehlungen der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft angeglichen. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass in zukünftigen grundständigen akademischen berufsqualifizierenden Pflegeausbildungen an Hochschulen nach der aktuellen Ausbildungs- und Prüfungsordnung ein Bedarf an akademisierten Praxisanleitern entstehen wird.
In einem weiteren Wahlpflichtfach können die bereits grundlegenden Beratungskenntnisse vertieft und anwendungsorientiert ausgeweitet werden.
Für die pädagogisch-orientierten Studierenden gibt es die Möglichkeit, das Wahlpflichtfach Pflegepädagogik auszuwählen, damit die Anschlussfähigkeit an weiterführende pädagogische Masterstudiengänge gewährleistet werden kann.

Das Studium: Fächer & Module

Eine Auswahl:

  • Qualitäts-, Prozess- und Risikomanagement im Krankenhaus
  • Biometrie
  • Pflegewissenschaften, Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Evidence-based Nursing (EbN) & Medicine (EbM)
  • Beratung und Case Management in der Pflege
  • Personalmanagement
  • Gesundheitsökonomie
  • Digitalisierung in der Pflege

Wahlpflichtfächer:

  • Wahlpflichtfach I: Praxisanleitung
  • Wahlpflichtfach II: Pflegeberatung
  • Wahlpflichtfach III: Pflegepädagogik

Zulassungsvoraussetzungen

Zusätzlich zur Hochschulzugangsberechtigung sind für das Studium eine von folgenden abgeschlossene Ausbildungen und eine sechsmonatige Vollzeit-Berufstätigkeit notwendig:

  • Gesundheits- und Krankenpfleger*in
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in
  • Altenpfleger*in oder
  • Operationstechnische(r) Assistent(in) (OTA) Anästhesietechnische(r) Assistent(in) (ATA). Für diese Berufsgruppe bedarf es zur Zulassung noch eine bestandene Zugangsberechtigungsprüfung. Sie besteht aus zwei Prüfungsabschnitten, einer schriftlichen Prüfung (Dauer 120 Minuten) und einer mündlichen Prüfung (Dauer 30 Minuten) sofern die schriftliche Prüfung bestanden wurde.

Bewerber*innen werden im Studium somit 54 von insgesamt 180 Credit Points (CP) angerechnet. Der Studienabschluss ist so in nur 5 Semestern statt 7 Semestern möglich.

Bis zu insgesamt 75 CP von 180 CP angerechnet werden Bewerbe*innen mit einer zusätzlich abgeschlossenen Weiterbildung zum bzw. zur Fachgesundheits- und Fachkrankenpfleger*innen für lntensivpflege und Anästhesie, Pflege in der Onkologie, Operationsdienst oder Notfallpflege.
Ebenfalls für Fachgesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen für Pädiatrische lntensivpflege und Anästhesie und Pflege in der Pädiatrischen Onkologie.
Auch hier ist der Studienabschluss in nur 5 statt 7 Semestern möglich.

Studienform

Berufsbegleitend hybrid

Dieser Studiengang verbindet die Vorzüge der digitalen Lehre in Kombination mit ausgewählten Präsenzstudium-Phasen.

Zeitmodell
• 2 bis 3 Mal die Woche digital abends von 18 - 21 Uhr (montags, dienstags und ggfls. donnerstags)
• „Meet & Study“ Präsenz: 3 Samstags-Termine je Semester, später im 6. und 7. Semester (Wahlpflichtfächer) 6 ganztägige Samstags-Termine (3x digital, 3x Präsenz)
• „Students Day“ Präsenz - zu Beginn und am Ende eines Semesters. Ein persönliches Treffen zum Austausch, Kontaktpflege, individuelle Beratung. Termine: Freitag, 17.09.2021, Freitag, 17.12.2021, abends

Kontakt

Rheinische Fachhochschule Köln gGmbH
Dr. Vanessa Jakob
E-Mail: vanessa.jakob@rfh-koeln.de

Studienberatung:
Christian Streich
Tel.:+49 (0) 221 203026369
E-Mail: christian.streich@rfh-koeln.de

Die Rheinische Fachhochschule Köln gGmbh ist staatlich anerkannt sowie akkreditiert durch:

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