Anwendungsorientierte Forschung

Grundsätzlich sollen sich Forschungs- und Lehraktivitäten wechselseitig ergänzen und befördern: So können die Erkenntnisse aus Forschungsprojekten in die Lehre einfließen und aus der Lehre heraus Erfordernisse für neue Forschungsvorhaben identifiziert und durch Formulierung passender Projekte (auch unter Einbeziehung der Anforderungen und Anregungen von Kooperationspartnern) umgesetzt werden. Dieses Know-how wird den Kandidaten später auch im Rahmen der Masterarbeit nutzen und anspruchsvolle Themenstellungen bearbeitbar machen.

Diesem Zweck dient auch das im Mai 2013 eingerichtete Institut für Compliance und Corporate Governance (ICC), welches sich zum Ziel gesetzt hat,

  • die betriebswirtschaftlich-juristische Forschung auf dem Gebiet von Compliance und Corporate Governance auf Basis ganzheitlicher Expertise und im Dialog mit der Praxis zu vertiefen und weiterzuentwickeln,
  • den Studierenden die modernen Anforderungen an Führung und regelkonformen Organisationsmanagement zu vermitteln,
  • als fächerübergreifende Ausbildung die Berufschancen der Studierenden durch eine erstklassige Ausbildung zu einem neuen Berufsbild zu erweitern.

Fragen der Wirtschaftsethik und der ihr folgenden Verpflichtung zu gesetzesadäquatem Verhalten – insbesondere auch bei internationalen Beziehungen, beim Risikomanagement sowie bei einer effektiven und darauf abgestimmten Unternehmensstruktur und -philosophie – stehen hier im Forschungsfokus.

Mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Compliance-Forschung (CICR) an der Europa-Universität Viadrina besteht eine Partnerschaft zur Gestaltung von Forschungsprojekten und Schulungsveranstaltungen. So wurde unter Mitherausgeberschaft von Herrn Prof. Bartosz Makowicz im Januar 2014 das Handbuch „Rechtsmanagement im Unternehmen, Praxishandbuch Compliance – Aufbau, Organisation und Steuerung von Integrität und regelkonformer Unternehmensführung“ im Bundesanzeiger Verlag mitgestaltet und insbesondere der Bereich „Corporate Compliance“ beigesteuert.

Ferner besteht eine intensive Zusammenarbeit mit der Compliance Academy Münster und deren Schulungsprogrammen.

Im Bereich der Unternehmenssicherheit ist das Kompetenzzentrum Internationale Sicherheit (KIS) gegründet worden. Das Zentrum dient der Kompetenzbündelung von Sicherheitsexperten sowohl an den Fachbereichen der RFH Köln als auch externer Experten. Ziel ist die Ermittlung von möglichen Forschungs- und Unternehmensprojekten. Damit will es Partner für flexible und interdisziplinäre Auftragsforschung, Aus- und Weiterbildung und Implementierung von Sicherheitssystemen in der Sicherheitsbranche sein.

Ebenso sollen die öffentlichen Verwaltungen, die Bundeswehr und private Unternehmen mit wissenschaftlichem Know-how durch Beratung und Qualifizierung im Themenfeld Sicherheitsmanagement unterstützt werden.

Darüber hinaus soll das Forschungscluster Ethik und Nachhaltigkeit – fachbereichsübergreifend – die Grundlagen der Ethik, der Bereichsethiken und der Nachhaltigkeit sowie die jeweiligen wissenschaftstheoretischen Instrumente reflektieren, anwendungsorientiert operationalisieren und ständig aktuell halten, um sie für Lehrveranstaltungen und Publikationen nutzbar zu machen. Ein Schlüsselbegriff ist dabei als ethisches Leitmotiv die Nachhaltigkeit (Sustainability). Sie beinhaltet neben dem Erhalt der natürlichen Ressourcen (ökologische Dimension) zwei weitere Grundthemen: zum einen das nachhaltige Wirtschaften, das über eine normative Professionalisierung die solide wirtschaftliche Entwicklung und langfristige Sicherung der Existenzgrundlagen für alle Menschen anstrebt (ökonomische Dimension), zum anderen die Verteilungsgerechtigkeit zwischen Individuen und Generationen sowie die Weiterentwicklung von Solidaritäts- und Sozialstaatsprinzipien (soziale Dimension).

Die Rheinische Fachhochschule Köln gGmbh ist staatlich anerkannt sowie akkreditiert durch:

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