Curriculum und Modulbeschreibungen

CURRICULUM WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSFÜHRUNG – INTEGRATED VALUE MANAGEMENT

Der Studiengang wird zwei Formen angeboten: Er kann in Vollzeit in 4 Semestern oder berufsbegleitend in 5 Semestern Regelstudienzeit absolviert werden.

 

4-semestriges Studium, Vollzeit:

 

5-semestriges Studium, berufsbegleitend:

 

MODULBESCHREIBUNGEN

1. Semester (Vollzeit):

Die Forschungsorientierung wird bereits im ersten Semester an den Modulen zu den „Methoden empirischen Arbeitens“ erkennbar. Die Module der „Methoden der Datenerhebung sowie Datenauswertung“ dienen den Studierenden zum Erwerb eines grundlegenden, für das Masterstudium bedeutsamen methodischen Rüstzeugs, mit den Methoden der Informationsgewinnung und –verarbeitung (z. B. Datenauswertung über SPSS oder „R“) ausgestattet. Damit sollen auch anspruchsvollere Erkenntnisprobleme (z.B. Identifikation der Erfolgsfaktoren in einem Markt) gelöst werden können.

In dem Modul „Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit“ geht es insbesondere um einen ersten grundlegenden Bezugspunkt zu einer werteorientierten Unternehmensführung. Nachhaltigkeit bezogen auf ökonomische, ökologische und soziale Ziele beeinflusst zunehmend das unternehmerische Handeln und dient als Basis für ein entsprechendes Führungsverhalten aus Sicht der modernen Unternehmerin/des modernen Unternehmers. Dies geschieht stets vor dem Hintergrund ethischen Verhaltens, was Ihnen über die Diskussion der aktuellen wissenschaftlichen Publikationen aus dem Bereich Wirtschaftsethik vermittelt werden wird.

Das Modul „Operatives Controlling“ dient – aufbauend auf den zentralen Controllingkonzepten, die im Bachelorstudium bereits erlernt wurden – zum Erwerb von anwendungsorientierten Kenntnissen über operative Planungsmethoden und Kontrollrechnungen unter Berücksichtigung der Sichtweisen einer wertorientierten Unternehmensführung.

Das erste Semester wird abgerundet durch das Modul „Konsumentenverhalten“. Hierbei stehen die unternehmensrelevanten Hintergründe des Konsumentenverhaltens im Blickpunkt. Konsumverhalten wird durch aktivierende und kognitive Prozesse, durch die Innenwelt und die Außenwelt des Individuums, die in einem Wechselverhältnis stehen, gesteuert. Diese verhaltensorientierten Vorgänge zu kennen und wissenschaftlich herleiten zu können bedeutet, marktorientierte Unternehmensprozesse entlang der Wertschöpfungskette – von der Strategieformulierung bis hin zum After-Sales-Marketing – gestalten und optimieren zu können.

 

2. Semester (Vollzeit):

Das Modul „Strategische Analysen und Entscheidungen“ ist darauf ausgerichtet, die wesentlichen Bedingungsfaktoren für die Formulierung strategischer Entscheidungen bezogen auf die Wertschaffung zu analysieren und – mit Schwerpunkt auf Geschäftsfelder – Strategien für ein Unternehmen zu entwickeln. Die gleichzeitige Betrachtung von internen Faktoren (wie z. B. organisationalen Fähigkeiten) und externen Einflussgrößen (z. B. Triebkräfte des Branchenwettbewerbs in einem internationalen Kontext) stellt an das Instrumentarium für Analysen und die Entscheidungsfindung in der Regel hohe Anforderungen.

Passend zum strategischen Blick des obigen Moduls setzt das Modul „Value Management und Entscheidungen“ ebenfalls auf der Ebene des Corporate Managements an. Themen der wertorientierten Unternehmenssteuerung, Instrumente und Methoden des Risikomanagements und entsprechende Entscheidungsmodelle unter Berücksichtigung dieser Unsicherheiten sollen den Studierenden einen Blick für die wertorientierte Marktbeeinflussung und Steuerung ermöglichen. Ziel soll dabei stets die Schaffung nachhaltigen Unternehmenswertes aus Sicht der Share- und Stakeholder sein.

Das Modul „Corporate Finance“ führt zu anwendungsorientierten Kenntnissen über die Gestaltungsmöglichkeiten der Unternehmensfinanzierung durch Mittel des Eigen- und/oder Fremdkapitals. Es werden weiterhin Methoden erlernt, die den Studierenden eine Unternehmensbewertung sowie auch die Berechnung der wesentlichen Kapitalmarktgrößen ermöglichen.

Das Modul „Internationale Rechnungslegung“ berücksichtigt in starkem Maße Fragen der internationalen Unternehmenstätigkeit. So richtet sich der Inhalt auf die Gestaltung der Rechnungslegung unter Berücksichtigung von US-GAAP und IAS/IFRS-Richtlinien (auch im Unterschied zum HGB) und die Konsequenzen für die Jahresabschluss- bzw. Bilanzanalyse. Zudem werden Prinzipien des internationalen Steuerwesens (Prinzipien der Besteuerung, Subjekte der Besteuerung) sowie die Konsequenzen von Intercompany-Geschäften und der resultierenden Transferpreisproblematik erarbeitet.

Der Forschungsansatz wird im zweiten Semester durch eine empirische Projektarbeit I zum Ausdruck gebracht und schließt sich an die Module zur Datenerhebung und -auswertung aus dem ersten Semester an. Vor dem Hintergrund einer aus Sicht von Wissenschaft und Praxis relevanten Fragestellung leiten Sie in einer Gruppenarbeit eine Forschungsfrage ab und generieren passende Hypothesen oder hypothesenvorbereitende Ansätze zur späteren empirischen Überprüfung. Dabei sollen aus wissenschaftlichen Erkenntnissen Lösungen für praktische Fragestellungen generiert werden.

 

3. Semester (Vollzeit)

Das Modul „Supply Chain Analyse“ richtet den Blick auf das Wechselspiel und die Integration der Unternehmensfunktionen wie Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion, Logistik und Marketing/Vertrieb. Es dient der Analyse und der Ausgestaltung von Wertschöpfungsnetzwerken, bestehend aus Lieferant*innen, Kund*innen und internen Bedarfsträgern. Hierbei erarbeiten sich die Studierenden einen interdisziplinären Ansatz, durch den die logistischen und organisatorischen Themenfelder, aber auch rechtlichen Inhalte (z. B. Vertragsgestaltung mit Lieferant*innen) zielorientiert zu verbinden sind.

Auf Basis der zuvor analysierten und bearbeiteten Wertschöpfungsnetzwerke fokussiert das Modul „Supply Chain Prozessoptimierung und Controlling“ die Überprüfung und proaktive Steuerung der internen und externen Supply-Chain-Prozesse. So wird beispielsweise die Qualität und Güte der Supply Chain mithilfe von Leistungsindikatoren und KPIs überprüft und gesteuert. Bei dieser performancebasierten Sicht greifen wir im Unterricht auf softwarebasierte Planspiele zurück. Zudem wird die vertragliche Steuerung via Service-Level-Indikatoren (SLAs) von internen und externen Wertschöpfungspartnern, z. B. von Business Process Outsourcing Providern oder externen Logistikdienstleistern, erarbeitet.

Im Rahmen des „Marketing- und Innovationsmanagements“ steht die Entwicklung und Durchsetzung von Marketingstrategien sowie die Steuerung von Innovationen unter abnehmer- und wettbewerbsbezogenem Blickwinkel im Mittelpunkt. Das Modul ist einerseits auf die Erörterung von (internationalen) Rahmenbedingungen des Geschäftes (z. B. Analyse von Länderportfolios) und andererseits auf die Ableitung von Strategien für die internationale Markterschließung – einschließlich passender Organisations- und Controlling-Vorkehrungen für ihre Implementierung – ausgerichtet. Darauf aufbauend machen sich die Studierenden mit einem Ansatz zur proaktiven Marktbeeinflussung vertraut, der eine wertorientierte Steuerung von Marketing- und Innovationsprozessen beinhaltet.

Das Modul „Value Based Marketing Controlling“ ermöglicht den Studierenden die Anwendung von Methoden zur gezielten wertorientierten Marktanalyse, Planung und Steuerung mit dem Ziel eines nachhaltigen Produkt- und Dienstleistungsangebotes. Aufbauend auf dem Modul „Marketing und Innovationsmanagement“ werden in einem kombiniert finanzwirtschaftlichen und marktorientierten Ansatz die Planung und Kontrolle des Verkaufserfolgs mithilfe von wertorientierten Performancegrößen evaluiert und gesteuert. Des Weiteren muss eine entsprechende Anpassung bereits implementierter Marketing-Mix-Maßnahmen aus den Bereichen Produkt- oder auch Vertriebspolitik sichergestellt werden.

Die „empirische Projektarbeit II“ in diesem Semester setzt den forschungsorientierten Ansatz konsequent fort. Die Studierenden vertiefen die bereits im zweiten Semester theoretisch hergeleitete Forschungsfrage durch eine eigens durchgeführte empirische Erhebung. Damit werden sie befähigt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu generieren und Lösungen für die Praxis zu erarbeiten. Diese Veranstaltung bereitet die Studierenden – durch eine intensive individuelle Betreuung – auf die im nachfolgenden Semester zu schreibende Masterthesis vor.

 

4. Semester (Vollzeit)

Die Modulveranstaltung „Change Management und Leadership“ richtet sich auf konkrete Kommunikationsmuster wie auch Führungsherausforderungen vor unterschiedlichen fachlichen Hintergründen (z. B. organisationale Veränderungen im Zuge von Restrukturierungen). Es werden Unternehmenssituationen von den Studierenden erörtert und abgewogen und unter Zuhilfenahme von differenzierten Analyse- und Diagnoseinstrumentarien (z. B. zur Einschätzung der Veränderungsbereitschaft des Unternehmens) analysiert. In Verbindung mit der Reflektion von Selbstbild, Fremdbild und Rollenerwartung erwerben die Studierenden einen differenzierten Blick für Teamführung sowie das Vorbereiten und Führen von Feedback- und Evaluationsgesprächen.

Die „Masterthesis“ bildet die abschließende Prüfungsleistung, die von den Absolvent*innen am Ende des Studiums erbracht wird. Es kommt dabei darauf an, den Nachweis zu erbringen, Problemstellungen der wertorientierten Unternehmensführung problemorientiert und systematisch unter Nutzung wissenschaftlicher Methoden zu bewältigen. Hierbei begrüßen und fördern wir einen empirischen Ansatz unter Erhebung und Auswertung eigener Daten zur generierten Forschungsfrage.

Unsere Studiengänge

Die Rheinische Fachhochschule Köln gGmbh ist staatlich anerkannt sowie akkreditiert durch:

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