Annika Franz

Nach der Schule stand für mich Arbeit an erster Stelle. Ich verband mein Hobby, das Reisen, mit dem Alltäglichen und begann eine Ausbildung zur Reiserverkehrskauffrau im Pauschalreisetourismus. Nach drei Jahren baute ich meinen Beruf noch weiter aus und wollte Konzernluft schnuppern. Ich bewarb mich bei American Express und war von nun an verantwortlich für die Organisation der Firmenreisen mittelständischer und großer Unternehmen.

Nebenberuflich half ich bei der Berchtold Consulting GmbH aus, eine Beratungsfirma für Personal- & Organisationsentwicklung, mit den Schwerpunkten Change Management, Führungskräfteentwicklung und Restrukturierung. Immer tiefere Einblicke boten sich mir in dieser „neuen Welt“ und ich merkte schnell, dass ich diese weiter vertiefen und ausbauen wollte.

 

Mit Stipendium ins Studium

Schnell war klar, dass ein Studium der Wirtschaftspsychologie meinen Wissensdurst stillen und mich in meinen beruflichen Zielen weiterbringen würde. Als die Frage der Finanzierung aufkam, entdeckte ich das Stipendiaten-Programm der Stiftung für Begabtenförderung. Voraussetzungen zur Aufnahme im dreistufigen Bewerbungsprozess sind:

  • eine abgeschlossene Berufsausbildung mit einer Note von mindestens 1,9 oder 87 Punkten
  • mindestens zwei Jahre Berufserfahrung nach der Ausbildung
  • noch kein erworbener Hochschulabschluss

Da alle Kriterien zutrafen, bewarb ich mich für das Aufstiegsstipendium und absolvierte einen Online-Auswahltest und ein ca. 45-minütiges persönliches Interview. Nach ca. drei Wochen erhielt ich die Zusage zur Förderung. Dies bedeutete meinen persönlichen Lottogewinn. Eine Rückzahlung der Förderung ist nicht erforderlich.

Nebenberuflich habe ich noch stundenweise bei American Express und bei Berchtold Consulting gearbeitet.

 

„Ich würde es immer wieder tun!“

Als ich mit dem Wirtschaftspsychologie Studium anfing, begaben sich die Universitäten und Fachhochschulen mit dem „neumodischen“ Studiengang auf bisher unberührtes Terrain. Heute ist der Studiengang beliebt und weit verbreitet.

Viele meiner Mitmenschen befragen mich zu den Inhalten und ob ich meine, die richtige Wahl getroffen zu haben. Ohne zu zögern antworte ich stets: „Ich würde es immer wieder tun“. Auf Grund meiner zuvor gesammelten Berufserfahrung fand ich in Themengebieten wie Personalwirtschaft, Organisationspsychologie oder Persönlichkeitspsychologie Antworten auf Fragen, die ich mir zuvor im Berufslalltag gestellt hatte. Neue Themengebiete wie Empirische Sozialforschung, Statistik und Diagnostik kamen hinzu, aber vor allem konnte ich mich auch persönlich sehr stark weiterentwickeln. In Vorlesungen wie Präsentation/Moderation und Kommunikationspsychologie habe ich wichtige Skills an die Hand bekommen, die für meinen Trainer-Job heute unabdingbar sind.

Besonders genossen habe ich darüber hinaus die Praxisbezogenheit der Dozenten. Viele von ihnen fesselten mich mit ihren Erfahrungen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Dies führte vor allem dazu, dass ich die meisten Vorlesungen mit Neugier und Ehrgeiz besuchte. Das Ergebnis war ein Einserabschluss mit Auszeichnung.

 

Und heute…?

Nach meinem Bachelorabschluss besuchte ich den Absolventenkongress in Köln. Dort stieß ich auf meinen aktuellen Arbeitgeber: die TARGO Versicherung. Ich hatte die Möglichkeit, in der Trainingsabteilung des Unternehmens als Festangestellte mit unbefristetem Vertrag einzusteigen.

Schnell entdeckte ich zahlreiche Parallelen zu meinem Studium: Trainings konzipieren und durchführen, psychologische Konzepte in die Arbeit einfließen lassen, neue innovative Themen treiben und verantworten.

Seit August 2013 leite ich in der Trainingsabteilung Seminare, schreibe Konzepte, führe Evaluationen durch und arbeite an innovativen Projekten mit. Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bei der TARGO Versicherung konnte ich bereits jetzt eine Trainerausbildung und meinen Abschluss zur IHK-Versicherungsfachfrau absolvieren.

Noch heute schaue ich in die Vorlesungsskripte und nutze diese für meine tägliche Arbeit.

 

Wie geht es weiter?

Ich lerne jeden Tag mehr und mehr dazu und sauge alles auf, was ich in der Praxis lerne. Aktuell spiele ich mit dem Gedanken, berufsbegleitend einen Master zu absolvieren mit dem Ziel, mittelfristig erste Führungsaufgaben zu übernehmen. Immer weiter und weiter… ein Motto, was sich durchzieht.

Unsere Studiengänge

Die Rheinische Fachhochschule Köln gGmbh ist staatlich anerkannt sowie akkreditiert durch:

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